Andere über uns
Wen es interessiert, der kann hier nachlesen, was so alles schon geschrieben worden ist ueber uns und unsere Musik.
In der April 2009-Ausgabe (Nr. 170) der Intro erschien der folgende Beitrag zu den EPs von Julian Gerhard und Herr Hund:
Die Rote Raupe über die EP von Julian Gerhard im Januar 2009:
Referenzen in Plattenbesprechungen deuten eigentlich immer auf einen unkreativen Rezensenten hin. Ich möchte sie hier aber trotzdem hin setzen, denn selten haben die ersten musikalischen Eindrücke (in diesem Fall: ClickClickDecker und Gisbert zu Knyphausen) so mit viel mit der zu rezensierenden Musik am Hut wie bei Julian Gerhard. Mit Kevin Hamann, alias ClickClickDecker stand er gemeinsam im Studio und es war Gisbert zu Kynphausen, der ihn gerne als weiteres Mitglied seiner Musikerkommune Omaha Records haben wollte. So, jetzt ist es raus. Liebhaber der oben genannten Künstler (und alle anderen sowieso) werden angehalten, hier weiter zu lesen. Denn die Musik von Julian Gerhard ist noch viel mehr. Auf der aktuellen EP „Dur As Badi“ wird über die wirklich wichtigen Dinge im Leben gesungen: Liebe, Sehnsucht, Sprachlosigkeit und Frühstück. Allerdings nicht in der Reihenfolge. 15:22 Minuten genau die richtige Menge Gefühl wird mit größtenteils akustischen Gitarren ausgelegt, unterstützt wird Julian Gerhard dabei von Christoph Kohlhöfer von _pappmaché aus Hamburg am Bass und Daniel Steinmeyer am Schlagzeug. Die Arrangements stehen den Songs sehr gut, bei einigen Songs wäre eine rein akustische Version aber bestimmt auch interessant gewesen. „Dur as badi“ heißt zwar soviel wie „Löse dich vom Schmerz“ aber so schmerzvoll melancholisch sind die Texte nicht – wohl getragen, aber keine Spur von Pathos oder Selbstmitleid. Dafür aber: musikalisches Herzblut. Wer diese Rezension trotz unkreativem Einsteig bis hier hin gelesen hat, der sollte sich Julian Gerhards EP zu legen. Sie wird gefallen.
Die Rote Raupe über die EP von Herr Hund im Januar 2009:
Das die überaus sympathische Fahrradhochburg Münster auch überaus sympathische Einwohner hat, ist klar. Herr Christian Hund ist einer davon: als Stadtkind im städtischen Südpark musiksozialisiert macht er mittlerweile elektronisch-akustische Musik und hat zeitig zum Jahreswechsel seine erste EP „On Your Shirt“ veröffentlicht. Aus organische flickernden Beats, akustischem und manchmal an Built to Spill erinnernden Gitarren baut Herr Hund sich für einen Erstling sehr ausgereift geratene Songs, ohne diesen unschönen, alles glättenden Perfektionswillen. Was besonders beeindruckt, ist die stilistische Bandbreite; Sounds und Arrangements reichen von akustischen Singer/Songwiter-Stücken mit Elektrodeko bei „Killers Kiss“ bis hin zu beatlastigen, aufgekratzten „6 AM“. „ Fuck, You Mean a Dog fell in Love with a girl“ beginnt in einer dissonanten Wall of Sound, überlegt es sich dann in der Mitte des Songs anders und wendet sich den Gitarren dazu; im Hintergrund flötet fröhlich eine Orgel vor sich hin. Und wo wir gerade schon in Münster sind; vielleicht lässt sich „On Your Shirt“ gut und gerne mit einem Abend im Gleis 22, dem sympathischen Indieclub Münsters vergleichen: Es gibt Kaffee, Gemütlichkeit und immer ausgewählt gute Musik. Also, sowohl Münster als auch „On Your Shirt“ sind immer einen Besuch wert, wie man sieht. Und hört.
_pappmaché “Arrièregarde”
bei der roten raupe erschien im Juni 2008 folgendes zum _pappmaché-Album:
Manchmal tauchen fast wie aus dem Nichts Platten auf, von denen man nicht das Geringste erwartet, die einen dann aber doch ganz überraschend bezaubern. So ein Album war letztes Jahr “Hier unten ist LoFi” von _pappmaché.
Nun legt die Ein-Mann-Band von Christoph Kohlhöfer (die auf der Bühne dank Schlagzeuger Tobias Noormann zu einem Duo anwächst) mit “Arriéregarde” ihr zweites Album vor. Jetzt müsste man ja eigentlich vorbereitet sein auf hübsche Songs, aber trotzdem überrascht einen “Arriéregarde” genauso wie “Hier unten ist LoFi”. Wieder schleichen sich angenehme Melodien mit oft melancholischen, manchmal wütenden, immer klugen und mitten aus dem Leben gegriffenen deutschen Texten, von denen sich der ein oder andere Kollege gerne eine Scheibe abschneiden dürfte, in den Gehörgang.
Der Wahlhamburger Christoph Kohlhöfer hat einfach ein Händchen für kleine, mit etwas Elektronik veredelte Songwriter-Pop-Perlen. Zwangsläufig fühlt man sich beim Hören hin und wieder an Wolke erinnert. Allerdings könnte man _pappmaché auch in eine Schublade mit melancholischeren Zeitgenossen wie Niels Frevert oder Der Hund Marie stecken. Muss man aber gar nicht machen, denn die Songs auf “Arriéregarde” - allen voran das anrührende “Als ich dich im Regen in meine Arme nahm” - sind stark genug, um für sich selber zu sprechen.
Omaha Records Compilation #1
Die Rote Raupe (www.roteraupe.de) hat eine sehr, sehr nette Rezension unsere Omaha-Compilation #1 geschrieben:
reingehört*
entspannt sitze ich auf einer bank mitten in münchen. um mich herum herrscht chaos: schneesturm und menschenmassen. ich lache leise und lasse mich nicht anstecken, stecke eine hand in die tasche und erschrecke, was ist dass? oh nein, ein rollender rubel. ich nehme in und schmeiße ihn weg. es geht auch anders. omaha records beweist das. man veröffentlich bands aus liebe zur musik und nicht aus liebe zum geld. die künstler bedanken sich auf ihre weise mit wunderschönen akustischen singer songwriter songs.am besten werden die musiker wenn sie vergessen das lied zu spielen und sich aufs erzählen konzentrieren. was so alles passieren kann. kleine welten, großes mitgefühl. man hört den geschichten nur zu gerne zu. will das sie ewig dauern und immer mehr von einem selbst preisgeben. man sieht sich selbst in ihnen wandeln und sich auch ein wenig verwandeln. man nimmt vieles nicht mehr ganz so ernst und kann sich wundervoll entspannen. 5 bands 15 lieder, macht nach adam riese 3 lieder pro band. herausragend sind dabei besonders “nino nexo”, “gisbert zu knyphausen” und “daantje”. selten hatte ich soviel spass beim hören von folkigen songs. das letzte mal war das bei bands wie fink oder element of crime, hinter denen sich die “omaha records” bands nicht verstecken brauchen. mit ein bisschen glück ziehen sie sogar an ihnen vorbei. verdient hätten sie es alle mal.”dein herz ist schwer, genau wie meins, komm lass uns gehen, es ist zeit”. vielleicht dem chaos entgegen, aber was solls! hauptsache weiterkommen. man muss sich nur trauen. da hat der liebe herr zu knyphausen ganz recht. mein lieblingszitat kommt aber von daantje:”ich will nichts mehr hören von kreativem künstlertum - das was ich mach hey, das kann jeder - und du wirst lachen, genau darum geht es mir”. natürlich kann das, was man hier hört nicht jeder, aber jeder kann verstehen was gemeint ist. vielen dank.
tore
Auf www.spreeblick.com, dem symphatischen Blog aus Berlin gibt es regelmässig Podcasts vom Chef selber. Und dieser hatte aufgerufen um ihm schöne Musik zukommen zu lassen. Das haben wir natürlich gleich gemacht. Unter dem Link http://www.spreeblick.com/2005/12/05/podcast-vom-5122005/ kann man sich anhören, was der gute Mann so denkt über unsere Compilation und die darauf vertretenen Musiker.
www.nillson.de schreibt am 26.11.2005 :
Hohe Ziele hat sich da dieses kleine Label aus Rheingau gesetzt. So steht im Booklet zu ihrer ersten Veröffentlichung, einem Label Sampler, dass man „ein bisschen ‘Omaha-Feeling’ nach Deutschland” bringen wolle. Omaha, das ist der Ort, wo das Label Saddle Creek und die dazu gehörigen Bands herkommen. Ein Label, das mittlerweile kaum wegzudenken wäre aus der großen Musiklandschaft. So unterschiedliche und gute Platten wie „Ugly Organ” von Cursive, „Wet From Birth” von The Faint, oder so viele Werke von den Bright Eyes.Doch was ist das Omaha Feeling? Das ist die schwierige Frage. Denn eines, dass muss man monieren kann dieser Sampler nicht erfüllen. Die Vielfalt und den Genrereichtum des großen Vorbilds kann man hier nicht wirklich finden.Wenn man es auf gute und charmante Songs bezieht, dieses Omaha-Feeling, dann gibt es unter den 15 Stücken der selbstgebrannten CD einiges. Überwiegend nur Gitarre und Gesang, präsentieren sich die fünf Künstler mit jeweils drei Stücken, wovon einer nur auf diesem Sampler zu finden ist. Mein absoluter Favourit hierbei Nino Nexo, der mit dem wunderbaren „Der Hase ist flink” die Compilation eröffnet und mit „Das ist geplatzt” einen gar noch besseren Song hinlegt. Nur Gitarre, nur Gesang, mehr braucht es nicht. Eine unglaublich angenehme Stimme und wunderbare Texte. Und wo wir schon dabei sind, auch wenn mir der Song in seiner Form nicht wirklich zusagt, so ist der Text von Gisbert zu Knyphausens „Spieglein, Spieglein” ebenso fabelhaft. Wer jetzt denkt, es würde hier nur auf deutsch gereimt, den kann ich beruhigen oder enttäuschen zu gleich. Mit Tjian und Crime Killing Joker Man finden sich zwei, die es mit englischen Texten versuchen. Bei Tjian macht sich das in „Hard Pop Music” auch ganz gut, bei „The New Lofi Composer” wird es zu einer doch eher anstrengenden LoFi Oper. Und immer wieder gesellen sich andere Instrumente zu Gitarre und Gesang, wunderbar die Beats bei Daantjes „So egal”, der mit „Zum Tee zu Neerström” auch einen fabelhaften Song hinlegt, wo leider der Gesang wirklich viel zu leise abgemischt ist. Überhaupt stehen ihm die schnelleren Songs besser, hat er doch eine Stimme, die ab und an an Rio Reiser gemahnt. Alles zusammen ein schöner Sampler auf dem man so einige Perlen entdecken kann und das ungemein neugierig auf den weiteren Output dieses jungen Labels. Eine schöne Sache.Und nahezu unverzeihlich, wenn man die 5,50 Euro dafür nicht investiert.
Daniel Decker
Nino Nexo
Story auf www.myownmusic.de: Nino Nexo schlägt seine Gitarre.
Wo gibt es denn sowas noch? Da werden einem, auf HiFi hochpolierte und aufgepumpte, Songs täglich in die Ohren geschmiert und da schafft es ein einzelner Heidelberger sich derart mit seiner Gitarre in Szene zu setzen, dass man darüber fast in Euphorie gerät.Diese Unbekümmertheit, seiner eigenen Musik gegenüber, und der gradlinige Stil seiner Texte, schaffen es, sich in des interessierten Höhrers Ohr zu brennen und dort zu verweilen. Mit dem Song “Der Hase ist Flink” schafft es Nino Nexo (alias Torben Flickinger), durchaus schwierige gesellschaftskritische Themen in ein höhrbares Muster zu verwandeln. Die Kraft des Textes scheint durch diesen Song neu entdeckt, und erinnert in der dargebotenen Intensität an frühe Songs von “Boby Dylan”, oder -um die Moderne zu bemühen- sogar an “Beck”.Doch Nino geht weiter, obgleich ihm ein wenig der modrige Heidelberger Studentenbudenmief anhaftet, schafft der, von dem seine Mutter gewusst haben möchte das er kein Alkoholiker sei, “Mann an der Gitarre” unglaublicheDrahtseilakte. Der Song “Roswitha” gibt auf eine wunderbare Art und Weise die allseits bekannten Beziehungsproblematiken wieder. Roswitha steht hierbei als Synonym für eine “sich-selbst-überlebte” Beziehung. Torben bringt die Entrückung des Partners, in diesem Fall “Roswitha”, mit dem Satz “Roswitha, Du bist schlimmer als Hitler” final auf den Punkt. Besser kann man, glaube ich, eine solche Entfremdung nicht erklären. Nino Nexo erklärt es uns in einen Satz.Was Nino Nexo anscheinend nicht kennt ist “ein Zuviel an kein Talent”. Mit den Song “Wenn Vöglein um Ihr Leben rennen” bringt Nino den Zuhörer ernsthaft ans Nachdenken. Dieses “Innehalten der Gedanken” beim Hörer hat seine nachhaltige Wirkung. Musikalisch gesehen ist dieser Song, mit Sicherheit, einer seiner Besten. In dieser Lobhudelei an einen einzigen Artist, möchte ich bemerken, das es bei jeden tollen Musiker auch Beweise dafür gibt, wie sehr er daneben liegen kann. In dem Song “Vollkommenheit währt nicht so lang wie man sich das wünscht” zeigt Nino das auch Ihm die guten Ideen nicht ewig die Stange halten. Hier wirkt er merkwürdig kurzatmig und scheint leider nicht die richtige Intonation zu finden. Das ist jedoch ein kleiner schwarzer Fleckauf der ansonsten grossen weißen Weste des Herrn Flickinger.Ich möchte euch diesen Künstler wärmstens empfehlen. Hier geht es klar um die Musik, auch in Ihrer minimalistischen Art, doch wo in den Songs das Schlagzeug, das Klavier oder der Bass fehlen, da tritt eine ausserordentlich gute Lyrik und eine stimmige Autentizität als Ersatz ein, und übertrifft dazu noch deutlich den Durchschnitt.Es lohnt sich Nino Nexo zu erfahren, die Songs “1000 Fehler im System” und “Ich muss grad an was ganz bestimmtes Denken” möchte ich euch nicht vorenthalten. Ich lade euch ein, diese Songs zu Hören und eure Erfahrungen mit dem Heidelberger an der Gitarre zu machen. Auch wenn er dazu neigt selbige zu maltretieren. ;-)Nur so viel: Es lohnt sich.
Das Lofi-Laboratorium (www.lofi-lab.de) schreibt ueber Nexos Lieder:
Die Taikonauten-EP (Online-EP, 2005)
Nino Nexo schreibt keine großen Melodien, ist kein begnadeter Sänger und hat als Gitarrist nicht viel mehr zu bieten als brutalstmögliches Geschrammel…oder war da noch was? Ach ja, es ist nicht ganz leicht, mit dem Hören wieder aufzuhören, wenn man einmal angefangen hat, denn Nino Nexo hat das eigentümliche Talent, höchst originelle Texte packend und voller Dynamik vortragen zu können.
Texte über was eigentlich? Und jetzt wird’s philosophisch, denn meist schreibt er über alles und nichts, gerne mal etwas zynisch, oft lakonisch. Technisch erinnert das gar an James Joyce (Stichwort “streams of consciousness” - man höre z.B. “Der Hase ist flink”). Dann beschreibt er plötzlich ein Gefühl und macht das so: “…auch der Spaß ist früh gegangen / er fühlt sich bei mir befangen / und sein Kopf tät ihm so weh / darum Ciao bis bald, Adé / Nur die Wut hält’s bei mir aus / sie fühlt sich in mir zuhaus’ / daß sie geh’n muß sagt sie auch / doch sie döst schon auf dem Bauch / und ich hab’s mir gleich gedacht / sie wird bleiben über Nacht / und ich find das sogar gut / ich hab sie so gern, die Wut …” (Der Klose, das Glück, der Spaß, die Wut und die Freunde”).
Doch um Nino Nexo nicht Unrecht zu tun: Das mit der Gitarre und dem Gesang kriegt er schon hin und es klingt gut, bisweilen sogar richtig gut, wie z.B. bei “Ich muss grad an was bestimmtes denken”, und weil das so richtig klasse ist, hier noch was zu lesen: “…ich hasse Menschen, die den Ball flach halten / die schräge Dinge aus Servietten falten / ich hasse Menschen, die sich selbst nicht lieben / die Zahl der Menschen, die ich gern hab: Sieben.” Fazit: Unbedingt anhören! (Zitierte Textpassagen ohne Gewähr, errare humanum est.) rou, November 2005
Daantje and the golden Handwerk
Aus dem Intro Heimspiel-ticker:
Daantje & The Golden Handwerk aus Stuttgart halten die Lo-Lo-Lo-Fi Fahne hart in den Wind und veröffentlichen in Kürze ein Album. Mit ‘Hello’ kann man bereits jetzt einen Song von ‘Zum Tee zu Neerström’ unter http://www.daantje.de/ downloaden. Alles andere gibt´s zum Anhören.
Naja……..nicht sehr aufschlussreich (-:
Folgender Artikel von www.lofi-lab.de ist da vielleicht schon besser:
Daantje spielt gerne gitarre und singt dazu - er hat einen koffer voll kassetten bespielt und den koffer dann verloren. zwei lieder wurden nachts im radio gespielt, mutti weinte, daantje ging im pelzmantel einkaufen, das radiogebäude wurde abgerissen und alles war im arsch.
toni aus dem photogeschäft meinte: du brauchst mehr gitarren. the golden handwerk wurden gegründet. das war gestern.
“das kommt mir alles vor”, denkt daantje und zieht vergnügt an seiner zigarette. vergnügt, weil er weiß, daß es bald eine cd davon geben wird.Pressetext, Januar 2005
Nee…….nicht wirklich……..(-:
Tjian
Das schreiben die Leute von www.onetake.de ueber unseren Tjian:
Tjian ist ein Soloprojekt. Doch Tjian ist nicht alleine: Sein skurril- charmanter Lo-fi-Folkpop wird von zwei nicht minder skurril-charmanten Wesen mitinszeniert. Beeps & Ploinks verschmelzen mit Lagerfeuer- Keyboards und anderen Zupfinstrumenten… Stilgrenzen werden nicht einfach nur übergangen, sondern regelrecht ignoriert. Ein Gefühlschaos beherrscht das bunte Treiben … Tjians Stücke begeistern durch Schrägheit, Witz und unerwartete Brüche: “Ein Song ist eben dann gut, wenn ich ihn auch noch nach den Aufnahmen überraschend finde!” Seit nunmehr 2 Jahren lädt Tjian ein, an seinem Abenteuer teilzuhaben, mit dem Unterschied, dass die meisten Zuhörer ihn damals noch zielsicher mit Beck verglichen haben, was seiner Meinung nach an den grob verstimmten Akustikgitarren liegt. Doch auch wenn der Vergleich ein echtes Kompliment ist, merkt man deutlich, dass Tjian versucht, sich freizuschwimmen …
Und noch was aus dem Intro Heimspielticker vom 18.10.2005:
::: Was sind das nur für Menschen, die ihre Songs “The Ants In My Underpants”, “Monkey Cop” oder “Flamingo Tragedy” nennen? Tierliebhaber, ja. Oder Lo-Fi Singer/Songwriter mit einem Hang zum Absurden. Zu ersterem, der Tierliebe, können wir nur Vermutungen anstellen, letzteres lässt sich anhand der selbstbetitelten CD des Songwriters Tijan recht einfach beweisen. Schließlich gibt es auch Songs die “Devils Haircut” heißen. Und von denen ist dieser junge Herr gar nicht so weit entfernt. Auf einfachen, holprigen Drumloops tanzen seine kleinen Geschichten, dass eine Freude ist. Bunt und einfallsreich geht es zu, auf dem Planeten Tijan. Im Hintergrund feedbackt und fiept es schön schräg – aber nicht zu schräg, um noch ein “Babababababababa” drüber zu singen. Ein Streichelzoo mit komischen Tieren. Sympathischen zumal.
Gisbert zu Knyphausen
Und wieder mal der Intro Heimspiel-Ticker, diesmal vom 27.09.2005:
::: Gisbert zu Knyphausen. Hört sich ja mal adlig an, dieser Singer/Songwriter aus dem Rheingau. Sparsam geht er aber zu Werke, was den knapp mit Klampfe und hin und wieder Cello instrumentierten und kauzig betexteten Geschichten, die er zu erzählen hat, indes keinen Abbruch tut. Im Gegenteil. “Schau nicht so gequält, das sieht scheiße aus!“. Recht so. Omaha Records hat er sein kleines Label genannt und ein Schelm, der Böses dabei denkt. Conor Obersts Weltschmerz triff er nicht ganz, aber eine schöne Melancholie geht von Stücken wie “Spieglein, Spieglein“ oder “Wer kann sich schon entscheiden?“ aus. Authentisch und aufrichtig, die höchsten Attribute für Liedermacher. Und so will Gisbert zu Knyphausen bestimmt genannt werden, er singt ja auch deutsch.
Ich glaube, dass war’s erstmal……..Kommt natuerlich noch einiges hinzu, die Interviews mit Viva und der Bravo stehen ja noch an (-;
Schoene Gruesse,
das Omaha-team.
