crime killing joker man
Ein Bandname. Vier Wörter. Vier junge Männer. Vier Verlierer. Aus den verschiedensten Ecken der Welt zusammengeweht, schreiben sie große Lieder in der kleinen Stadt… Naja, zumindest wagen sie die große Geste, nur um ihr schließlich ein Bein zu stellen. Am Ende steht dann der Pop da und winkt dem Hörer schelmisch entgegen. Doch stets sind da Ecken und Kanten und eine kleine Priese Schrulligkeit, um ihn auf’s Glatteis zu führen.
Auch live ist es eine Erfahrung, diesem Hinfallen und Wiederaufstehen zu lauschen, entlocken die vier “beautiflul loser” doch ihren Instrumenten mit der Energie von Geächteten und der Verrücktheit von Zirkusartisten einen eigenwillig fließenden Rhythmus. Mal bricht die Unmut aus ihnen heraus, mal tanzen voller Euphorie die Puppen und plötzlich wird es ganz still und die verwundete Seele der Melancholie bittet zum Zwiegespräch. Das Publikum folgt ihnen auf diesem Wege, schließlich haben sich die vier mittlerweile mit über 60 Konzerten in Freiburg, Umgebung und ganz Deutschland einen festen Stand erspielt und beehrten nicht nur das Mini-Rock Festival 2007 und das ZMF Freiburg 2009 und 2010, sondern supporteten auch Bands wie Miyagi, The Miserable Rich und The Hirsch Effekt.
Das Album “beautiful loser”
“Pop-Songs mit einem Dreh,” schrieb einst ein Redakteur über die Musik der Band, die sich am Ende eines Konzerts gerne verneigt, anstatt die Bühne in ihre Einzelteile zu zerlegen. Schließlich wurde Gunnar Ennen, in dessen Keller bereits Gisbert zu Knyphausen sein gefeiertes Debüt aufnahm, bei einigen gemeinsamen Auftritten auf die Band aufmerksam. Er schlug die Aufnahme einer Langspielplatte vor und so wurde in einem winzigen Dorf in Westfalen innerhalb von fünf Tagen “beautiful loser” aufgenommen; ein Album über das merkwürdige Glück ein Verlierer zu sein.
Konstantin besingt die Leere seiner Umwelt, in der er sich nicht heimisch fühlen will (”the silence in your tears/is speaking the holes of many years/that been kept aside for a long long time”, [the bottle]), das wirre Eigenleben der Liebe und ihren verletztlichen Stachel (”feelings are changing/I’m feeling so naked” [the boy you thought you met]) und die Scheinheiligkeit seiner Stadt (”we’re hiding from/everyone/everyday”[city i know]).
Die Band zelebriert dabei das titelgebende Lebensgefühl in explodierenden Formen und Farben (”lala,lalalala, we’re beautiful losers”, [beautiful losers]), das sich bis in den Rausch eines apokalyptischen Feuerwerks steigert, nur um im letzten Stück mit der Schönheit der Zeit und der Zerstörungsmacht ihrer Zahnräder die Welt in stillen Klängen zu verabschieden.
Ein Debüt, das das Leben so schrieb, wie es sich spon. Und da crime killing joker man eine waschechte Liveband sind, kann man ganz nebenbei auch ordentlich die Tanzhufe schwingen; zu Hause und vor allem draußen im Licht.
MySpace | www.myspace.com/crimekillingjokerman
Kontakt | jonas (at) omaha-records (punkt) de
Auf geht’s zum Hausladen
