Julian Gerhard

Julian Gerhard ist aufgewachsen in der Kleinstadt Stade bei Hamburg. Nach Zivildienst und Abitur ging er nach Eisenach in Thüringen, um fürs erste am Jungen Theater tätig zu sein. Die Leidenschaft zum Spiel hat sich einfach ergeben. Er suchte sich Leute und schrieb ein Musiktheater
(Bye bye, Monkey-Boy!). Die Geschichte eines Perückenaffens, der zwischen idealistisch romantischer Lebensweise und dem ganzen Geldding hin und her gerissen wird, dem sein einziger und somit zwanghaft bester Freund langsam auf den Geist geht, der hier raus will und ein Schiff findet. Gemeinsam mit einem Teil der Schauspieler machte er weiterhin Musik, begann nun mit dem eigenen Gesang nach vorne zu kommen.

Ein leichter Schmerz mag in Julians Musik stecken, das gehört dazu. Doch gemeinhin gibt sie eher Halt, als dass sie Melancholie überdramatisiert. Traurig und schön laufen gerne Hand in Hand. Es sind Songs ohne Pathos, aber voller Feinfühligkeit, karg arrangiert mit rumpeligem Schlagzeug und wunderschönen Pickings auf der Akustikgitarre.
In manchmal nur 1 einhalb Minuten sagt er alles was zu sagen ist, warum auch sollte man ein Lied unnötig in die Länge ziehen, wenn in 5 Sätzen schon alles drin steckt. Wir wollen ja keine Romane schreiben hier.

Wohl wahr, seine Art zu singen erinnert manchmal ein wenig an Clickclickdecker, mit dem er auch schon zusammengearbeitet und sich wertvolles Feedback eingeholt hat. Aber insgesamt ordnet sich Julian in seinen Songs keinen Vorbildern unter, vielmehr ist er dabei einen für deutsche Musiker sehr eigenständigen Sound zu entwickeln, der musikalische Einflüsse einwebt, aber nie kopiert.
Das war wohl auch der Grund, weshalb der grossartige Daniel Decker alias pawnshop Orchestra ihn eingeladen hat um mit ihm in Düsseldorf seine erste EP zu produzieren. (Gratisdownload auf LoLiNet.de)
Zusammen mit Christoph Kohlhöfer (_pappmaché) am Bass und Danny Steinmeyer am Schlagzeug, nahm Julian 2008 seine zweite EP „dur as badi” (persisch, bedeutet in etwa „löse dich vom Schmerz”) auf. Das Online Fanzine „Rote Raupe“ würdigte sein „musikalisches Herzblut“, das Print- Fanzine „Uncle Sally’s“ vergab 6 von 7 Punkte für den aktuellen Tonträger, die Intro hob sein “Tremoloorgan” hervor.
Wir warten sehnlichst auf den für 2009 angekündigte Longplayer.


Homepage | www.juliangerhard.de

MySpace | www.myspace.com/jonaskoehl

Kontakt | post (at) juliangerhard (punkt) de

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