Infos People Who Look Good…Sometimes
Das Tjian-Universum wabert nach wie vor in kreativem Chaos, eiert mehr als es kreist und stößt den Hörer immer wieder auf die eine entscheidende Frage: Was zum Himmel ist das?! Der Spassfaktor hat im Vergleich zu früheren Stücken nochmals zugelegt, verstärkt kommen jetzt Samples und allerlei elektronische Spielereien zu haarsträubendem Einsatz. Das rhythmische Fundament ist ausgefeilter – und holpert dabei noch eine Spur eigenwilliger daher.
Tjian schlingert irgendwo zwischen Gitarrenpop, experimenteller Schräglage und Kinderlied durch die acht Songs des neuen Albums, scheut sich nicht, unvermittelt von Rap zu minimalistischem Sambagedudel überzugehen (”Cowboy Convention”) und liefert nebenbei auch wieder in Gimmicksounds gekleidete eingängige Songperlen (”How They Killed Art”) ab. Titel wie “We Could Grill A Snowman” vermitteln einen Eindruck davon, wohin das Ganze textlich geht…
Es bleibt festzuhalten: In unseren Breiten gibt es nichts mit Tjian Vergleichbares. “People Who Look Good…Sometimes” ist ein kurzes aber äußerst vergnügliches Unterfangen, geeignet zum Schunkeln, Zappeln und Sich-Wundern. Wiederum also Höchstnoten für Originalität, Kreativität und Witz.
( Quelle: Magazins „Lofi-Lab“ )