Julian Gerhard

Julian Gerhard

D er Münsteraner Julian Gerhard steht für ausgefallenes Songwriting und wurde im Februar 2011 von der Rheinischen Post Düsseldorf zu einem der zehn besten neuen Liedermachern Deutschlands gekürt. Es ist nicht die übliche Singer Songwriter Blase die aufgepustet wird. Poetisch darf es sein, Kitsch hat hier nichts verloren. Manchmal sehr verträumt und dann wieder erschreckend trocken agiert Julian Gerhard bei seinen Auftritten. Filigran gezupfte Gitarren werden zu Biestern, mit dem Hang zur Selbstzerstörung. Und vor allem ist da dieser exhaltierte Gesang.
Dieses mal verzweifelte, mal hoffnungsvolle Organ, das auf die ganz eigene Gerhard’sche Art und Weise vom Diesseits berichtet und immer wieder neue Wunder und Katastrophen entdeckt. Ein leichter Schmerz mag in Julian Gerhards Musik stecken, das gehört dazu. Doch gemeinhin gibt sie eher Halt, als dass sie Melancholie überdramatisiert. Traurig und schön laufen gerne Hand in Hand. In der Abstraktion, der Unvollkommenheit der Texte kann die Fantasie des Hörers ein Zeltaufschlagen, dort eventuell Blumen pflanzen.

Traurig und schön laufen gerne Hand in Hand

Kevin Hamann (Clickclickdecker, Bratze) leistete 2006 etwas Aufbauarbeit, war überzeugt von den ungewöhnlichen Songs und nahmschließlich Julian Gerhards erste EP auf.
Julian Gerhards 2010 erschienenes Debutalbum „Wenn du hier eh nur rumstehst, kannst du auch auf die Jacken aufpassen“, hat bereits vor dem offiziellen Release Aufsehen erregt. So wurde er zu einem Kopfhörerkonzert im alten Studio der Krautrocklegende „Can“ im Rock’n Pop Museum Gronau eingeladen. Mairisch, ein einflussreicher Buchverlage für deutsche Gegenwartsliteratur veröffentlichte 2010 seinen Song „Lichtmaschine“ auf einem Vinylsampler für gegenwärtiges deutschsprachiges Songwriting.

Julian Gerhard spielte unter anderem im Vorprogramm von Kristof Schreuf, Gisbert zu Knyphausen und Clickclickdecker.

„Musikalisches Herzblut“ (Rote Raupe / Okt. 2008)
„Ein gelungenes Debüt, das überraschend frisch aus seinem Genre heraussticht.“ (Nillson / August 2010)
„Eine Emo-Version von Tom Liwa und Erdmöbel.“ (Intro / Okt 2010)




 

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